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Dolomiten  /  Pelmo-Gruppe

PelmoCaregon del Padreterno – der Thron Gottes – über das Ball-Band auf 3.168 m

Vom Tal durchs Ball-Band, über die Mondlandschaft, auf den einsamsten Dreitausender der Dolomiten.

GipfelMonte Pelmo
3.168 m
Distanz25,5 km
Höhenmeter1.874 hm
Bewegungszeit7h 56min
Gesamtdauer9h 50min
SchwierigkeitUIAA II
AufstiegBall-Band (Via Normale)
Abstieggleicher Weg zurück

LogbucheintragSternzeit 12. Juli 2026

Von der Civetta aus war er vor ein paar Tagen nur die Kulisse im Nordosten – jetzt steht man mittendrin. Der Pelmo hält sich fern von der übrigen Dolomitenkette, ein einzelner Klotz weit über den Tälern, den die Talbewohner „Caregon del Padreterno" (Thron Gottes) nennen. 3.168 m, ohne Nachbarn, ohne Kompromisse.

Streckenverlauf

01 Aufbruch
Ins Tal hinein

Ins Tal hinein

Ein ausgewaschenes Bachbett führt hinein zur Wand. Ein paar Höhenmeter über dieser Stelle liegen die Raibler Schichten – ein wasserundurchlässiges Gestein, an dem sich das Wasser staut und dann hier unten in Mengen abfließt.

02 Zustieg
Noch außer Sicht

Noch außer Sicht

Über der Lärchenwiese ziehen sich schon die ersten Zacken der Dolomiten durch den Dunst. Der Pelmo selbst hält sich noch bedeckt.

03 Zustieg
Der Pelmo voraus

Der Pelmo voraus

Zwischen den Latschen taucht er zum ersten Mal auf: der Pelmo, ein einzelner grauer Zahn über dem Wald. Ab hier führt jeder Schritt auf ihn zu.

04 Zustieg
Saftige Wiesen

Saftige Wiesen

Wiesen so satt grün, wie man sie in dieser Höhe kaum erwartet – ein letztes weiches Stück, bevor der Fels übernimmt.

05 Ball-Band
Aufschwung zum Band

Aufschwung zum Band

Hier beginnt der Aufschwung zum Ball-Band, der schmalen Felscengia, die sich quer durch die Wand zieht – benannt nach dem britischen Alpinisten John Ball, markiert nur mit Steinmännern.

06 Ball-Band
Nur ein Steinmann zeigt den Weg

Nur ein Steinmann zeigt den Weg

Kein Stahlseil, keine Farbmarkierung – ein einzelner Steinmann genügt hier, um über das Band zu führen.

07 Ball-Band
Weiter oben rechts

Weiter oben rechts

Rechts oben, über dem Felskopf, geht der Weg weiter – man sieht ihn erst, wenn man direkt davorsteht.

08 Ball-Band
Wo die Wand aufreißt

Wo die Wand aufreißt

Ein schmaler Riss teilt die Wand, dahinter öffnet sich schon der nächste Blick auf das Kar. Genau hier verläuft, kaum sichtbar, das Band weiter.

09 Ball-Band
Passo del Gatto

Passo del Gatto

An dieser Stelle mussten Bergsteiger früher am Bauch robbend durchkriechen – der berüchtigte Passo del Gatto. Heute helfen Fixseile, ausgesetzt bleibt es trotzdem.

10 Ball-Band
Blick zurück

Blick zurück

Zurückgeschaut durch die Scharte: Tief unten schlängelt sich ein Fluss durchs Grün, die Dolomiten stapeln sich Kette um Kette bis zum Horizont.

11 Ball-Band
Eine Seilschaft, ein Risiko

Eine Seilschaft, ein Risiko

Drei am Seil auf 50 bis 60 Zentimetern Band – aber die äußeren beiden halten nicht den Einzelstrang, sondern das ganze Seilbündel in der Hand. Stürzt einer, reißt er vermutlich die ganze Seilschaft mit, weil weder Reibung noch Stand für alle drei reicht.

12 Ball-Band
Noch ein Fenster im Fels

Noch ein Fenster im Fels

Ein zweites Felsfenster, ein zweiter Blick hinunter ins Grüne – das Band zieht sich in solchen kurzen Durchblicken durch die ganze Wand.

13 Ball-Band
Gleich nach dem Band

Gleich nach dem Band

Kurz nach dem Ball-Band geht der Blick wieder frei über Grate und Geröllfelder – das schwierigste Stück liegt hinter einem.

14 Ball-Band
Mitbewohnerin

Mitbewohnerin

Eine Alpenbraunelle sucht zwischen den Steinen nach Futter, völlig unbeeindruckt vom Steigverkehr ein paar Meter weiter.

15 Gipfelaufbau
Der gebankte Hauptdolomit

Der gebankte Hauptdolomit

Der Hauptdolomit zeigt sich hier in Reinform: sauber gebankt, Schicht auf Schicht, ein mächtiger Sockel unter dem restlichen Aufbau.

16 Gipfelaufbau
Grau in grau? Von wegen

Grau in grau? Von wegen

Auf den ersten Blick nur graues Geröll – wer genauer hinschaut, findet Rost-Orange, Rosa und Ocker in jedem einzelnen Bruchstück.

17 Gipfelaufbau

Kurzer Schwenk durch die Wand

Ein paar Sekunden mittendrin, irgendwo zwischen Ball-Band und Gipfelaufbau.

18 Gipfelaufbau
Blick durch die Scharte

Blick durch die Scharte

Noch ein Durchblick zwischen zwei Felstürmen, tief unten liegt der Talboden schon in der Sonne.

19 Gipfelaufbau
Willkommen auf der Mondlandschaft

Willkommen auf der Mondlandschaft

Kein Grün mehr, nirgends – nur noch graues, plattiges Geröll bis zu den Wänden hinauf. Willkommen auf der Mondlandschaft.

20 Gipfelaufbau
Detail: feine Adern

Detail: feine Adern

Im Detail zeigen sich feine Kalzitadern, die den Fels in alle Richtungen durchziehen – Risse, die sich irgendwann mit Mineral gefüllt haben.

21 Gipfelaufbau
Nischen im Fels

Nischen im Fels

Wo die weichen Schichten am stärksten ausgewaschen sind, bilden sich kleine Höhlen und Überhänge im Gestein.

22 Gipfelaufbau
Verwitterte Bänke

Verwitterte Bänke

Die einzelnen Gesteinsbänke sind unterschiedlich hart verwittert – die weicheren Lagen sind zurückgewichen, die härteren stehen wie Regale hervor.

23 Gipfelaufbau
Farbspiel im Fels

Farbspiel im Fels

Ein Stück Fels mit auffälligem Farbspiel aus Rosa, Gelb und Creme, durchzogen von feinen Rissen – unterschiedliche Verwitterungs- und Mineralisierungsgrade im selben Gestein, ohne dass sich das ohne Laboranalyse genauer bestimmen ließe.

24 Biwak
Restschnee im Juli

Restschnee im Juli

Auch Mitte Juli liegt in den schattigen Rinnen noch Altschnee – ein letzter weißer Fleck vor dem Biwak.

25 Biwak
Der rote Punkt im Geröll

Der rote Punkt im Geröll

Zwischen den grauen Felsblöcken sticht das Biwak schon von weitem heraus – ein kleiner roter Container, angelehnt an einen Felsblock.

26 Biwak
Flechten mit Nährstoffbonus

Flechten mit Nährstoffbonus

Gegenüber vom Rastplatz haben sich auffällig kräftige Flechten breitgemacht – vermutlich profitieren sie vom zusätzlichen Nährstoffeintrag der Vögel, die hier von Essensresten der Rastenden leben.

27 Biwak
Für den Notfall

Für den Notfall

Ladekabel im Biwak, angeschlossen an ein kleines Solarpanel am Dach – für den Fall, dass am Gipfel oder auf der Hütte noch ein Notruf abgesetzt werden muss.

28 Biwak
Was fehlt

Was fehlt

Das Einzige, was ich am Biwak nicht ganz verstehe: Drinnen liegen keine Decken zum Zudecken. Gerade in einer Notunterkunft wäre Wärme doch das Naheliegendste.

29 Gipfelaufbau
Brekzien

Brekzien

Eine Brekzie: eckige Gesteinsbruchstücke, die irgendwann zertrümmert und dann wieder mit hellem Kalzit verkittet wurden. Das Muster verrät, dass hier einmal Bewegung im Fels war.

30 Gipfelaufbau
Letzter Gipfelaufschwung

Letzter Gipfelaufschwung

Nur noch grobes Blockwerk zwischen den Steinmännern – der Gipfel selbst ist von hier aus noch nicht zu sehen.

31 Gipfel
Die Südflanke

Die Südflanke

Wolkenfetzen ziehen über die Südflanke, dahinter reißt der Blick immer wieder auf und zu.

32 Gipfel
Erster Weitblick

Erster Weitblick

Oben angekommen, öffnet sich der Blick über die halben Dolomiten: Türme und Grate stehen Kette hinter Kette im Dunst.

33 Gipfel
Noch einmal, mit mehr Licht

Noch einmal, mit mehr Licht

Wenige Minuten später sind die Wolken kurz weggezogen – derselbe Blick, aber mit mehr Kontur in den fernen Türmen.

34 Gipfel
Rosa Fels am Gipfelplateau

Rosa Fels am Gipfelplateau

Auch am Gipfelplateau selbst wechselt die Farbe: helles Rosa, durchzogen von Kalzitadern, verkittet wie unten die Brekzie.

35 Gipfel
Panorama nach Osten

Panorama nach Osten

Nach Osten reicht der Blick weit hinunter Richtung Cortina d'Ampezzo, dahinter stapeln sich weitere Dolomitenstöcke.

36 Gipfel
800 Meter Luft

800 Meter Luft

Hier hinunter geht es 800 bis 1.000 Meter fast senkrecht – der feuchte Traum jedes Bergsteigers, auch wenn an dieser Wand selbst kaum einer klettert.

37 Gipfel
Der Nachbar in Wolken

Der Nachbar in Wolken

Nicht weit entfernt schiebt sich ein Wolkenschwall über einen der Nachbargipfel – von der Civetta aus war der Pelmo vor ein paar Tagen genau so die Kulisse.

38 Gipfel
Panorama nach Westen

Panorama nach Westen

Nach Westen hin ein Meer aus grauen Gipfeln, dazwischen ein paar grüne Scharten – von hier oben wirkt jede Tour in der Umgebung plötzlich winzig.

39 Gipfel
Wolkenschatten übers Land

Wolkenschatten übers Land

Eine einzelne Wolke wirft ihren Schatten quer über die Landschaft, während der Rest des Panoramas in praller Sonne liegt.

40 Gipfel
Letzter Blick nach unten

Letzter Blick nach unten

Ein letzter Blick über die Kante, bevor es zum Gipfelkreuz selbst weitergeht – Wolkenfetzen füllen die Rinne, als läge dort Schnee.

41 Gipfel
Oben – 3.168 m

Oben – 3.168 m

Monte Pelmo, 3.168 m, „Pala Mont" steht auf dem Gipfelkreuz. Der einsamste Dreitausender der Dolomiten – und für ein paar Minuten ganz für sich allein.

42 Gipfel

360-Grad-Gipfelpanorama

Ein paar Minuten am Gipfelkreuz, bevor es wieder bergab geht.

43 Rückweg
Grande Finale

Grande Finale

Grande Finale: der Weg zurück durchs Almgelände, tief steht schon die Sonne, und hinter den Lärchen wacht der Pelmo noch einmal über die ganze Szene.

44 Rückweg
Die Sonne bricht durch

Die Sonne bricht durch

Zwischen den Latschen bricht die Abendsonne noch einmal durch die Wolken, bevor sie hinter dem Grat verschwindet.

45 Rückweg
Tagesausklang

Tagesausklang

Ein letzter Blick zu den Bergen, die den ganzen Tag begleitet haben – dann wird es Nacht im Tal.

Ende des Logbucheintrags

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