Ins Tal hinein
Ein ausgewaschenes Bachbett führt hinein zur Wand. Ein paar Höhenmeter über dieser Stelle liegen die Raibler Schichten – ein wasserundurchlässiges Gestein, an dem sich das Wasser staut und dann hier unten in Mengen abfließt.
Noch außer Sicht
Über der Lärchenwiese ziehen sich schon die ersten Zacken der Dolomiten durch den Dunst. Der Pelmo selbst hält sich noch bedeckt.
Der Pelmo voraus
Zwischen den Latschen taucht er zum ersten Mal auf: der Pelmo, ein einzelner grauer Zahn über dem Wald. Ab hier führt jeder Schritt auf ihn zu.
Saftige Wiesen
Wiesen so satt grün, wie man sie in dieser Höhe kaum erwartet – ein letztes weiches Stück, bevor der Fels übernimmt.
Aufschwung zum Band
Hier beginnt der Aufschwung zum Ball-Band, der schmalen Felscengia, die sich quer durch die Wand zieht – benannt nach dem britischen Alpinisten John Ball, markiert nur mit Steinmännern.
Nur ein Steinmann zeigt den Weg
Kein Stahlseil, keine Farbmarkierung – ein einzelner Steinmann genügt hier, um über das Band zu führen.
Weiter oben rechts
Rechts oben, über dem Felskopf, geht der Weg weiter – man sieht ihn erst, wenn man direkt davorsteht.
Wo die Wand aufreißt
Ein schmaler Riss teilt die Wand, dahinter öffnet sich schon der nächste Blick auf das Kar. Genau hier verläuft, kaum sichtbar, das Band weiter.
Passo del Gatto
An dieser Stelle mussten Bergsteiger früher am Bauch robbend durchkriechen – der berüchtigte Passo del Gatto. Heute helfen Fixseile, ausgesetzt bleibt es trotzdem.
Blick zurück
Zurückgeschaut durch die Scharte: Tief unten schlängelt sich ein Fluss durchs Grün, die Dolomiten stapeln sich Kette um Kette bis zum Horizont.
Eine Seilschaft, ein Risiko
Drei am Seil auf 50 bis 60 Zentimetern Band – aber die äußeren beiden halten nicht den Einzelstrang, sondern das ganze Seilbündel in der Hand. Stürzt einer, reißt er vermutlich die ganze Seilschaft mit, weil weder Reibung noch Stand für alle drei reicht.
Noch ein Fenster im Fels
Ein zweites Felsfenster, ein zweiter Blick hinunter ins Grüne – das Band zieht sich in solchen kurzen Durchblicken durch die ganze Wand.
Gleich nach dem Band
Kurz nach dem Ball-Band geht der Blick wieder frei über Grate und Geröllfelder – das schwierigste Stück liegt hinter einem.
Mitbewohnerin
Eine Alpenbraunelle sucht zwischen den Steinen nach Futter, völlig unbeeindruckt vom Steigverkehr ein paar Meter weiter.
Der gebankte Hauptdolomit
Der Hauptdolomit zeigt sich hier in Reinform: sauber gebankt, Schicht auf Schicht, ein mächtiger Sockel unter dem restlichen Aufbau.
Grau in grau? Von wegen
Auf den ersten Blick nur graues Geröll – wer genauer hinschaut, findet Rost-Orange, Rosa und Ocker in jedem einzelnen Bruchstück.
Kurzer Schwenk durch die Wand
Ein paar Sekunden mittendrin, irgendwo zwischen Ball-Band und Gipfelaufbau.
Blick durch die Scharte
Noch ein Durchblick zwischen zwei Felstürmen, tief unten liegt der Talboden schon in der Sonne.
Willkommen auf der Mondlandschaft
Kein Grün mehr, nirgends – nur noch graues, plattiges Geröll bis zu den Wänden hinauf. Willkommen auf der Mondlandschaft.
Detail: feine Adern
Im Detail zeigen sich feine Kalzitadern, die den Fels in alle Richtungen durchziehen – Risse, die sich irgendwann mit Mineral gefüllt haben.
Nischen im Fels
Wo die weichen Schichten am stärksten ausgewaschen sind, bilden sich kleine Höhlen und Überhänge im Gestein.
Verwitterte Bänke
Die einzelnen Gesteinsbänke sind unterschiedlich hart verwittert – die weicheren Lagen sind zurückgewichen, die härteren stehen wie Regale hervor.
Farbspiel im Fels
Ein Stück Fels mit auffälligem Farbspiel aus Rosa, Gelb und Creme, durchzogen von feinen Rissen – unterschiedliche Verwitterungs- und Mineralisierungsgrade im selben Gestein, ohne dass sich das ohne Laboranalyse genauer bestimmen ließe.
Restschnee im Juli
Auch Mitte Juli liegt in den schattigen Rinnen noch Altschnee – ein letzter weißer Fleck vor dem Biwak.
Der rote Punkt im Geröll
Zwischen den grauen Felsblöcken sticht das Biwak schon von weitem heraus – ein kleiner roter Container, angelehnt an einen Felsblock.
Flechten mit Nährstoffbonus
Gegenüber vom Rastplatz haben sich auffällig kräftige Flechten breitgemacht – vermutlich profitieren sie vom zusätzlichen Nährstoffeintrag der Vögel, die hier von Essensresten der Rastenden leben.
Für den Notfall
Ladekabel im Biwak, angeschlossen an ein kleines Solarpanel am Dach – für den Fall, dass am Gipfel oder auf der Hütte noch ein Notruf abgesetzt werden muss.
Was fehlt
Das Einzige, was ich am Biwak nicht ganz verstehe: Drinnen liegen keine Decken zum Zudecken. Gerade in einer Notunterkunft wäre Wärme doch das Naheliegendste.
Brekzien
Eine Brekzie: eckige Gesteinsbruchstücke, die irgendwann zertrümmert und dann wieder mit hellem Kalzit verkittet wurden. Das Muster verrät, dass hier einmal Bewegung im Fels war.
Letzter Gipfelaufschwung
Nur noch grobes Blockwerk zwischen den Steinmännern – der Gipfel selbst ist von hier aus noch nicht zu sehen.
Die Südflanke
Wolkenfetzen ziehen über die Südflanke, dahinter reißt der Blick immer wieder auf und zu.
Erster Weitblick
Oben angekommen, öffnet sich der Blick über die halben Dolomiten: Türme und Grate stehen Kette hinter Kette im Dunst.
Noch einmal, mit mehr Licht
Wenige Minuten später sind die Wolken kurz weggezogen – derselbe Blick, aber mit mehr Kontur in den fernen Türmen.
Rosa Fels am Gipfelplateau
Auch am Gipfelplateau selbst wechselt die Farbe: helles Rosa, durchzogen von Kalzitadern, verkittet wie unten die Brekzie.
Panorama nach Osten
Nach Osten reicht der Blick weit hinunter Richtung Cortina d'Ampezzo, dahinter stapeln sich weitere Dolomitenstöcke.
800 Meter Luft
Hier hinunter geht es 800 bis 1.000 Meter fast senkrecht – der feuchte Traum jedes Bergsteigers, auch wenn an dieser Wand selbst kaum einer klettert.
Der Nachbar in Wolken
Nicht weit entfernt schiebt sich ein Wolkenschwall über einen der Nachbargipfel – von der Civetta aus war der Pelmo vor ein paar Tagen genau so die Kulisse.
Panorama nach Westen
Nach Westen hin ein Meer aus grauen Gipfeln, dazwischen ein paar grüne Scharten – von hier oben wirkt jede Tour in der Umgebung plötzlich winzig.
Wolkenschatten übers Land
Eine einzelne Wolke wirft ihren Schatten quer über die Landschaft, während der Rest des Panoramas in praller Sonne liegt.
Letzter Blick nach unten
Ein letzter Blick über die Kante, bevor es zum Gipfelkreuz selbst weitergeht – Wolkenfetzen füllen die Rinne, als läge dort Schnee.
Oben – 3.168 m
Monte Pelmo, 3.168 m, „Pala Mont" steht auf dem Gipfelkreuz. Der einsamste Dreitausender der Dolomiten – und für ein paar Minuten ganz für sich allein.
360-Grad-Gipfelpanorama
Ein paar Minuten am Gipfelkreuz, bevor es wieder bergab geht.
Grande Finale
Grande Finale: der Weg zurück durchs Almgelände, tief steht schon die Sonne, und hinter den Lärchen wacht der Pelmo noch einmal über die ganze Szene.
Die Sonne bricht durch
Zwischen den Latschen bricht die Abendsonne noch einmal durch die Wolken, bevor sie hinter dem Grat verschwindet.
Tagesausklang
Ein letzter Blick zu den Bergen, die den ganzen Tag begleitet haben – dann wird es Nacht im Tal.