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Dolomiten  /  Civetta-Gruppe

CivettaAlleghesi rauf, Tissi runter – 3.220 m, mit dem Pelmo als Nachbar

Über Almwiesen an den Wandfuß, durch die Ferrata degli Alleghesi auf den Gipfel und über die Ferrata Tissi zurück ins Tal.

GipfelMonte Civetta
3.220 m
Distanz18,08 km
Höhenmeter2.078 hm
Bewegungszeit6h 50min
Gesamtdauer9h 38min
SchwierigkeitVia Ferrata C/D
AufstiegFerrata degli Alleghesi (C)
AbstiegFerrata Tissi (C/D)

LogbucheintragSternzeit 10. Juli 2026

Zwei Via Ferratas, ein großer Gipfel: über die Ferrata degli Alleghesi hinauf auf die Civetta, die ihre berühmte Riesenwand nach Südosten stellt – und über den Tissi wieder hinunter. Gegenüber steht der Pelmo Wache wie ein steinerner Thron.

Streckenverlauf

01 Aufbruch
Losgehen

Losgehen

Almwiese, im Dunst die ersten Dolomitenzacken. Die Beine frisch, der Kopf schon oben an der Wand – heute steht die Besteigung der Civetta an.

02 Zustieg
Der Türsteher

Der Türsteher

Ein Esel an der Hütte, völlig unbeeindruckt vom Vorhaben. Kurzer Halt, ein Blick auf die gezackten Grate im Hintergrund – und weiter.

03 Zustieg
Der Nachbar

Der Nachbar

Und da steht er: der Pelmo, der „Thron des Padreterno“ (Thron Gottes). Die Forststraße windet sich in feinen Kehren durch Lärchen und Wiese Richtung Wand – mit dem Pelmo die ganze Zeit im Nacken.

04 Zustieg
Kante

Kante

Ein grüner Grat, dahinter kippt das Gelände senkrecht weg. Ganz hinten schwimmen die Zacken im Vormittagsdunst.

05 Grat
Türme aus Kalk

Türme aus Kalk

Graue Dolomit-Türme, sauber gebankt – man sieht die Schichten förmlich durchlaufen. Genau das Gestein, für das man in dieses Eck fährt.

06 Wandfuß
Kurz durchatmen

Kurz durchatmen

Gelbe Blütenwiese am Wandfuß, über dem Grat hängt eine Bannerwolke wie eine Zipfelmütze im Wind – vorne strahlt es, dahinter bleibt sie einfach hängen. Der letzte weiche Boden, bevor es an den Dolomit geht.

07 Grat
Rastplatz

Rastplatz

Ein grasbewachsener Felskopf mitten im Panorama, bevor es senkrecht wird.

08 Detail
Am Wegrand

Am Wegrand

Polstermoos, Weidenröschen, Wasser sickert über den hellen Fels. Das ganze Große ringsum – und dann diese Handvoll Leben in einer Ritze.

09 Alleghesi
Ernst wird’s

Ernst wird’s

Die erste Wand, oben noch Altschnee in den Rinnen, der Gipfel weit oben im Nebel. Hier setzt die Ferrata degli Alleghesi an.

10 Alleghesi
Türme-Labyrinth

Türme-Labyrinth

Mitten in der Wand dann das: Nadeln und Pfeiler, so weit man schaut, und dahinter öffnet sich schon der Blick über die halben Dolomiten. Genau dafür macht man das.

11 Alleghesi
Das Licht kippt

Das Licht kippt

Für einen Moment reißt der Hochnebel etwas auf – ein Lichtblick, und mit ihm die Hoffnung auf freie Sicht vom Gipfel.

12 Alleghesi
Blick hinab

Blick hinab

Zurückgeschaut, die Alleghesi hinunter: Drahtseil, eine Trittleiter, tief darunter das Kar.

13 Kar
Aufgeschlagenes Buch

Aufgeschlagenes Buch

Oben im Kar stehen die geschichteten Wände wie ein aufgeschlagenes Geologiebuch – Bank für Bank, Millionen Jahre in Grau. Der Himmel reißt wieder auf. Rechts oben im Bild bin ich kurz von der Via Ferrata abgewichen und habe über geschätzt zweiergradschwere Kletterstellen versucht, die Punta Civetta (2.920 m) mitzunehmen – an der letzten, rund drei Meter hohen und ringsum ausgesetzten Stelle keinen Abklettergriff gefunden, der gepasst hätte, und dort umgedreht. Weiter ging's an der Via Ferrata.

14 Gipfelblick
Weitblick

Weitblick

Der Blick reicht weit über die Dolomiten: die Marmolada mit ihrer Südwand, die Langkofelgruppe und die Sella-Gruppe stehen Kette hinter Kette am Horizont.

15 Gipfelblick
Tiefblick

Tiefblick

Über die Geröllrinne hinunter ins Tal, der Steig nur noch eine feine Linie im Grün.

16 Gipfelnähe
Durch die Wolke

Durch die Wolke

Ein Turm stößt durch die Wolkendecke – eine Fahnenwolke, die ständig neu entsteht und wieder abreißt, bleibt an der Wand hängen, während sie eigentlich vom Berg wegzieht.

17 Gipfel
Oben – 3.220 m

Oben – 3.220 m

Monte Civetta, 3.220 m. Am Gipfelkreuz, mitten in Wolken und Fels, mit den Dolomiten in alle Richtungen. Der höchste Punkt der Tour.

18 Tissi-Abstieg
Firn zum Schluss

Firn zum Schluss

Runter geht’s über die Ferrata Tissi – und weil hier oben noch Firn liegt, heißt es zum Abschluss nochmal konzentriert über den Schnee. Das Seil zeigt den Weg, der Rest ist Trittsicherheit.

19 Tissi-Abstieg
Durch die Rinne

Durch die Rinne

Zwischen zwei Türmen fällt der Blick durch die Schuttrinne direkt ins Tal – der Ort schon deutlich näher als am Gipfel.

20 Tissi-Abstieg
Almrausch im Schutt

Almrausch im Schutt

Tiefer geht's, der Fels wird grüner: erste Alpenrosen zwischen den Geröllfeldern, dahinter noch einmal der Pelmo im Wolkenspiel. Die hellen, durchgehenden Bänder im Hintergrund sind kein Schutt, sondern kompakter Fels – über mehrere Stufen wassergeschliffene Kalkbänke.

21 Rückweg
Der Pelmo zum Abschied

Der Pelmo zum Abschied

Fast unten: aus dem Lärchenwald noch ein letzter Blick zurück zum Pelmo, der die ganze Tour über Wache gehalten hat.

Ende des Logbucheintrags

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